Strafe wegen Pfefferspray

Vor geraumer Zeit fuhr Carsten H., der zu dieser Zeit bereits
von einer Erwerbsunfähigkeitsrente lebte, spät in der Nacht mit der
S-Bahn in Dresden, weil er sich noch mit einigen Freunden treffen
wollte. Er saß eine Weile alleine in der Linie 2, als plötzlich einige
Jugendliche mit in die Bahn stiegen.

Darunter waren auch zwei Mädchen, die direkt ihm gegenüber Platz nahmen
und schon bald anfingen Streit zu suchen. Sie fragten ihn mehrfach, ob
er ein Problem habe und warum er sie so anglotze. Kurz darauf kamen
auch noch deren Freunde dazu, die Carsten H. beleidigten und ihm immer
wieder auf den Kopf tippten. Als dieser sich nicht provozieren ließ
spuckten ihn zwei der Jugendlichen an, woraufhin er in seine Tasche
griff, ein Pfefferspray heraus nahm und einen der Spucker damit außer Gefecht setzte.

DieJugendlichen stiegen an der nächsten Haltestelle aus und ergriffen die
Flucht, Carsten H. selbst rief die Polizei an, um diese über den
Vorfall zu informieren.

Allerdings interessierte sich die Polizei vor allem für den Griff zum und der Selbstverteidigung mit Pfefferspray .

Wenig später musste der 40 Jahre alte Mann sich für diese Tat auch vor
Gericht verantworten, wobei seine Angreifer als Zeugen auftreten
mussten, gegen sie wurde keine Strafverfolgung angestrebt. Carsten H.
bekam für seine Handlung einen Strafbefehl und soll nun 1800 Euro Strafe bezahlen , allerdings kündigte sein Anwalt bereits an, dass gegen diesen
Wiederspruch eingelegt werden wird, denn er ist der Meinung, dass sein
Mandant in Notwehr gehandelt hat, um Schlimmeres zu vermeiden.

*Update* Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt. Die Verwendung vom Pfefferspray war demnach erlaubt

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